Kryolipolyse

Kryolipolyse bietet neue Methode, mit der Fettpolster reduziert werden können. Zur Reduktion von starkem Übergewicht oder "Reiterhosen" eignet sich das Gerät nicht.

Wie funktioniert es?

Eine Art Schröpfarm saugt an der Hautoberfläche abstehendes Körperfett ein, das anschließend auf Temperaturen um den Gefrierpunkt abgekühlt wird. Durch den Kühlprozess werden die oberflächlichen Blutgefäße, die direkt um die Fettzellen liegen, zerstört (nicht mehr mit Nahrung versorgt). Um rund 20 Prozent kann deren Zahl reduziert werden, sie werden innerhalb von zwei bis vier Monaten vom Körper abgebaut und ausgeschieden.

Die Behandlung, die von der Harvard Universität entwickelt wurde, dauert pro Körperregion ca. eine Stunde und ist schmerzlos. Die Patienten sind nicht beeinträchtigt und können sofort nach der Behandlung wieder arbeiten oder Sport treiben.

Pro & Kontra:

Die Cryolipolyse ist gewebeschonend. Neben Muskelkater sind Rötungen möglich.

Den ganzen Prozess kann man einfach vergleichsweise mit Hilfe von Butterwürfel illustrieren: „Wenn man ihn in die Umgebung mit der Temperatur von 37°C hineinlegt, die ungefähr der Temperatur unseres Körpers entspricht, ist die Butter im flüssigen Aggregatzustand, aber in der Umgebung mit der Temperatur von 7°C wird die Butter wieder fest“, erklärt Dr. Sydney Coleman, plastischer Chirurg aus New York, der als einer der 12 Hauptprüfenden in der multizentrischen Studie wirkte, die sich mit dieser Technologie beschäftigt. Die Technologie der Abkühlung auf 7 - 5°C führt zur Kristallisierung der Lipide in den Fettzellen. Die Fettzellen bekommen danach ein Signal, das ihr Absterben herbeiführt, weiße Blutkörperchen beseitigen dann diese abgestorbenen Zellen weg aus dem System, erklärt Dr. Coleman. Das die Fettzellen umgebende Gewebe wird vor diesem Prozess geschützt, weil es auf die Abkühlung nicht reagiert.